For You Part 2

Warnings: keine Ahnung, verdammt! Ist kein sap, ist kein angst... ist nicht mal lime! Ist ‚boring‘ ein warning?

Pairing: Gackt+You
Disclaimers: muss ich mich schon wieder dieser grausamen Realität stellen, dass die Jungs leider nich mir gehören, oder könnt ihr euch das denken?

~+* For You *+~
Part 2

Ich war oft kurz davor es dir endlich ins Gesicht zu sagen. Dass du es weißt ist mir schon lange klar, aber du tust so als würdest du es nicht merken. Ignorierst es, tolerierst es. Das tut weh. Es tut weh weil du mir damit nur allzu deutlich zeigst, dass du nicht das selbe fühlst wie ich. Obwohl ich das immer gewusst habe und mir auch niemals Hoffnungen gemacht habe, tut es trotzdem weh. Aber ich habe kein Recht mich zu beschweren, es reicht mir schon wenn ich bei dir sein darf, dich sehen und hören, dich manchmal sogar spüren darf. Aber wie lange wird mir das noch reichen?

~~

Masa umarmte sie noch einmal alle, dann ging er, den Gitarrenkoffer fest im Griff. Sie wollten Freunde bleiben, sich immer wieder treffen und zusammen einen trinken gehen, wie sie es so oft noch nach Konzerten getan hatten. Ob das wirklich so klappen würde? Ob er den Erfolg hatte, den er sich immer erträumt hatte? Ob er glücklich wurde?

Gackt wünschte es ihm von Herzen. Im Gegensatz zu vielen Fans war er nicht enttäuscht oder wütend weil Masa ab jetzt seinen eigenen Weg gehen wollte, im Gegenteil. Er hatte ihm dazu geraten, hatte ihm alle nötige Unterstützung versprochen und ihn in seinem Entschluss gestärkt. In gewisser Weise war er stolz auf Masa.

Und trotzdem, nun fehlte jemand. Masa fehlte, nicht seine Gitarre oder seine Stimme im Background, nicht seine Tipps und Vorschläge wenn es um Choreographie und Bühnenshow ging, nein.

Masa fehlte.

Chacha und Ren würden ihn auch bald verlassen, Chacha hatte bereits Pläne für eine Solokarriere, und Ren würde mit Lin Clover seine erste Tour starten. Gackt hasste nichts auf dieser Welt so sehr wie verlassen zu werden, und doch ließ er sich das nicht anmerken, gratulierte Chacha und Ren und feierte mit ihnen ihre ersten Alben.

Bis tief in die Nacht besetzten sie ihren Lieblingspub in einer kleinen Seitenstraße in Tokyo, bis der Besitzer sie letztendlich doch hinauswarf. Chacha und Ren fuhren zusammen nach hause, You und Gackt gingen zu Fuß. Das Hotel war nicht weit entfernt und frische Luft tat ganz gut wenn man ‚etwas‘ zu viel getrunken hatte.

„Dann sind also in zwei Monaten nur noch du und ich dabei...“

„Ja, Schade. Gackt JOB ist auf ein Mitglied geschrumpft... das wichtigste von allen.“

„Wieso?“

„........gute Gitaristen und Bassisten findet man leichter als perfekte Violinisten....“

„Ich bin nicht perf.....“

„Doch, und das weißt du auch. Ich glaube zwar nicht dass du in deinem jetzigen Zustand noch einen graden Ton herausbringst, aber wenn du nüchtern bist, bist du perfekt.“

„Wenn du das sagst...“

„Beweis mir das Gegenteil!“

„Okay, dann komm noch mit zu mir!“

„Okay, und wenn wir dann zusammen im Bett landen macht es auch nichts!“

You ignorierte diesen Kommentar. Er konnte darüber nicht lachen, Masa war derjenige, mit dem Gackt solche Späße trieb, You konnte das nicht. Entweder wurde er knallrot oder er wurde melancholisch. Denn es würde nur bei Späßen bleiben. Niemals mehr werden, niemals das geschehen was er sich insgeheim erhoffte, wovon er so oft schon geträumt hatte.

~~

Gackt hatte die Wette verloren. You stand in der Mitte des Wohnraumes in seinem Apartment und hatte die Augen geschlossen. Kein Ton war schief oder leierte, nur perfekte leise Klänge entlockte er den Saiten, über die er fast schon liebevoll mit dem hölzernen Bogen strich. Ein leises, trauriges aber unendlich schönes Lied, langsam und doch kraftvoll und eindringlich. Gackt kannte es nicht, aber es gefiel ihm sehr gut. Vielleicht konnte er sich ein paar Harmonien merken und sie später verwenden...

„Siehst du? Ich habs ja gesagt.“

„Irrtum, Camui. Du hast gesagt, dass ich es nicht kann wenn ich leicht angetrunken bin!“

„Moooment, erstens bist du sturzbesoffen und zweitens habe ich gesagt, dass du perfekt bist!“

„...“

You packte die Geige weg und setzte sich im Schneidersitz neben Gackt auf das Sofa, nahm dessen Weinglas und trank es mit einem Schluck leer.

„Na toll...“

Murrte Gackt, nahm sich die Weinflache und trank einfach daraus.

„Du, You. Ich frag mich grade ob ich schon so viel getrunken habe, dass ich mich morgen an nichts mehr erinnern kann, oder ob ich noch was vertrage.“

„Aha....ähm, willst du mir damit irgendwas bestimmtes sagen oder hat dein rationales Denkvermögen bereits vollständig ausgesetzt?“

„Wie kannst du jetzt noch so komplizierte Wörter aussprechen? Na egal. Ich wird das jedenfalls jetzt ausprobieren. Ich schieb‘s auf meinen Rausch, und vielleicht vergesse ich es ja wieder. Okay?“

„Hä? Was denn überhaupt?“

„Das hier!“

Mit einer Selbstverständlichkeit, mit der man beim Verlassen eines Raumes die Türe hinter sich schließt, beugte sich Gackt vor und küsste ihn. Einfach so, als wäre das ganz normal, als hätten sie das schon tausendmal getan.

Nunja, in You’s Phantasie hatten sie das in der Tat schon tausendmal gemacht, aber das hier war REAL!

Der Kuss war nicht leidenschaftlich oder liebevoll, er war... es war einfach nur ein Kuss. Ohne Gefühle, ohne Herzklopfen, nur ein Kuss. Trotzdem brannten You‘s Lippen wie Feuer als er sich nach einen Unendlichkeit von Gackt löste und ihn ungläubig ansah. Doch er kam nicht dazu etwas zu fragen, denn schon spürte er wieder Gackt's Lippen auf seinen, diesmal fühlte er auch wie dessen Zungenspritze über seine Lippen fuhr, und eine Sekunde später waren sie in einen tiefen, fast bewegungslosen Zungenkuss vertieft, der nicht enden sollte, der nicht enden durfte. Und das tat er auch nicht. You ließ sich nach hinten fallen, zog Gackt mit sich nach unten, schlang die Arme um ihn und drückte ihn feste an sich.

Was dann geschah blieb in einem Wirrwahr aus Farben und Gefühlen fast bis zur Unkenntlichkeit verzerrt, aber doch wohlbehütet in You‘s Gedächtnis gebrannt. Seine Hände auf Gackt‘s makellosem Körper, seine überraschend weichen Haare zwischen seinen Fingern, seine heißen Lippen auf weicher, duftender Haut. Das alles war wie ein Traum, verschwommen und unwirklich, und doch erinnerte You sich sehr gut daran.

Gackt nicht.

Jedenfalls sagte er das. Er verhielt sich wie immer, gab kesse Antworten, war teilweise recht unverschämt und stellenweise arrogant. Doch das störte niemanden. Nicht die beiden Moderatoren und erst recht nicht die Fans, die sowieso nicht zuhörten. Für sie war nur wichtig wie Gackt aussah, es gab nur vereinzelt Fans die sich aufrichtig für die Musik und Gackt‘s Botschaften in dessen Texten interessierten. Die meisten der Mädchen träumten einem Trugbild hinterher, einem schönen, geheimnisvollen Mann, mit einer unglaublich ausdruckstarken und wunderschönen Stimme...

You zwang sich an etwas anderes zu denken. Es war nun zwei Tage her, dass er früh morgens neben Gackt wach geworden war. Wenn er sich anstrengte, konnte er sich immer noch genau an alles erinnern... aber das sollte er vielleicht jetzt gerade nicht tun. Seufzend schaltete er den Fernseher aus, das Interview war sowieso vorbei.

Er ging ins Bad und zog sich aus, stieg in die Dusche und duschte ausgiebig lange. Dann, nachdem er sich abgetrocknet hatte, blieb er einen Moment vor dem Spiegel stehen.

Mit den Fingerspitzen berührte er die dunkelrote Stelle an seinem Hals, die langsam zu verblassen begann, genauso wie der kleine Knutschfleck unter seinem Bauchnabel. Ein trauriges Seufzen zerriss die Stille als You sich an diese Nacht erinnerte. In dieser kurzen Nacht hatte Gackt ihm gehört, war er ihm so nah wie nie zuvor gewesen, hatte ihn berührt und geküsst, und Gackt hatte es erwidert. Ob er sich wirklich nicht daran erinnern konnte? Oder ob er das nur behauptete weil es ihm peinlich war, weil er es am Ende vielleicht sogar bereute?

In dieser Nacht schlief er kaum, wälzte sich bis zur Morgendämmerung unruhig im Bett herum, stand mehrere Male auf, versuchte irgendetwas sinnvolles zu tun, vielleicht ein Buch zu lesen. Alles half nichts. Als er doch endlich einschlief fiel das rötliche Sonnenlicht in langen, schweren Streifen durch das Fenster in den Raum und ließ die letzten Spuren von You’s Tränen leicht schimmern.

~~~OWARI PART 2 ~~~

Okeeeee, das wäre dann der äußerst langweilige Teil 2. Weiterschreiben oder Selbstmord begehen? Bitte um Reviews!

Boku wa kimi no Vanilla!

Eure Sei-chan