Warnings: angst, sap
Pairing: na was wohl ^^
Disclaimers:* seufz* ach Kinders....

Hab mal nix zu sagen, oha!

~+*For You*+~
Part 8

Man weiß erst was man hatte wenn man es verloren hat. Noch schlimmer ist es, wenn man daran schuld ist dass man verlassen wird, wenn man denjenigen den man liebt mit eigenen Händen von sich gewiesen hat. Dabei wollte ich nur das Beste für ihn. Und das bin ich definitiv nicht, ganz sicher nicht. Aber ich wäre es gerne... so gerne!

~~

Masa freute sich unheimlich. Als die Türe zur Kneipe aufging und You mit Gackt eintrat, sprang er auf und fiel den beiden um den Hals. Die Begrüßung fiel insgesamt sehr stürmisch aus und wurde mit zumindest verwunderten Blicken der anderen Gäste honoriert.

Sie saßen dann fröhlich beisammen, tranken eine Menge und unterhielten sich ausgelassen. Masa erzählte von den Fortschritten seiner Band, den Konzerten und nicht zuletzt von einem neuen Lebensgefährten.

„Ich stell ihn euch früher oder später auch vor, er kommt erst morgen hier an. Außerdem hab ich mich auf einen Abend mit euch beiden gefreut! Genau wie früher!“

Und es wäre auch fast wie früher gewesen, wäre da nicht ‚etwas‘ anders. Masa konnte nicht genau erfassen was es war, aber irgendetwas war anders zwischen You und Gackt, irgendetwas stimmte da nicht. Es war fast als hätten sie die Rollen getauscht... You war offener und ausgelassener als sonst, und trank auch mehr, Gackt dagegen hielt sich eher zurück, war stiller, nicht wie sonst Mittelpunkt jeder Unterhaltung und Trinkspecht Nummer eins. Im Gegenteil, er trank heute gar nichts alkoholisches. Lag das nur daran, dass er noch fahren musste? Sonst hatte ihn das aber auch nie gestört, dann hatte er sich eben ein Taxi gerufen.

Irgendwas stimmte nicht. Masa beschloss, das irgendwie herauszufinden, dezent ein paar Bemerkungen in die Richtung fallen zu lassen und so feinfühlig heraus zu kitzeln was da geschehen war.

„Hey Gackt, was ist eigentlich heute Abend los mit dir? Schlecht geschlafen? Oder mies gefickt?“

Autsch.

Soviel zu der Sache mit den dezenten Kommentaren. Und jetzt starrte Gackt ihn auch noch fassungslos an, ganz im Gegensatz zu You. Dieser lachte und stieß Gackt freundschaftlich einen Ellenbogen in die Seite.

„Ach Masa, sowas würde unseren obercoolen, unwiderstehlichen Superstar doch nicht dermaßen runterziehen! Er kann doch jeden kriegen, wenn‘s mal scheiße läuft tut er einfach so als hätte er es im Suff vergessen und sucht sich den nächsten! Ist doch kein Problem für ihn, er ist doch....ist...doch.....entschuldigt mich bitte...ich....“

Hastig stand You auf und eilte zur Toilette. Masa entging sein gequälter Gesichtsausdruck jedoch keines Falls, und so langsam konnte er sich doch einen Reim auf die Dinge machen...

Gackt hatte bei You‘s Worten den Kopf immer weiter sinken lassen und starrte nun auf einen unbestimmten Punkt auf dem Boden. Masa setzte sich ganz nah neben ihn und legte einen Arm um seine Schultern.

„Ich hör dir zu, Camui.“

Gackt hielt die Tränen erfolgreich in Schach, er hatte viel Übung darin, sie zu verstecken und zurück zu halten, auch wenn es ihm ernsthaft schwer fiel.

„Ich habe Scheiße gebaut. Er hat mir gesagt, dass er mich liebt und ich habe ihm die größten Unverschämtheiten meines Lebens an den Kopf geworfen. Ich habe ihm gesagt...“

„Moment, ich will das gar nicht hören! Ich denke, nein ich weiß, dass es völlig egal ist was du gesagt hast. Es kann nichts sein, dass sich durch eine aufrichtige Entschuldigung nicht wieder einrenken lässt. Und wenn du dann noch ein ernst gemeintes: ‚You, du bist mein bester Freund und ich fände es super wenn mehr draus werden würde als nur Freundschaft‘ hinterher schiebst, macht es sich noch besser. Das ist natürlich auch gut abzukürzen durch ein ‚Ich liebe dich‘. Schlimmer kann‘s nicht werden, oder?“

„ich...weiß nicht ob ich das kann...“

„So kenne ich dich gar nicht, also wirklich! Du bist doch derjenige gewesen, der immer groß rumgetönt hat, von wegen wenn man was erreichen will, muss man seine ganze Kraft da hinein legen, um zu bekommen was man will. Und das was du willst, mit Verlaub, ist nun mal You!“

„Du hast recht...“

„Natürlich habe ich Recht, ich habe immer Recht. Außer wenn ich mich irre, dann hab ich meistens nicht so ganz Recht...“

„Ach Masa halt die Klappe!“

In Gackt‘s Stimme schwang ein leichtes Lachen mit, und das erleichterte Masa ungemein. Er hatte Gackt insgeheim immer bewundert, hatte nie verstanden wie der Sänger mit all den Problemen und dem Ärger, den er sich größtenteils selbst aufhalste, so gut zurechtkam. Masa wäre an den Anforderungen und den Zielsetzungen, mit denen Gackt sich immer wieder selbst herausforderte, schon längst gescheitert.

So wie Gackt jetzt endgültig daran gescheitert war, sich ein zu gestehen dass er jemanden wirklich liebte und nichts dagegen tun konnte. Dass er dagegen machtlos war, wie jeder normal sterbliche auch.

Und dass das keine Schande war.

~~

Irgendjemand meinte einmal, man könnte nichts beobachten ohne es zu verändern. Ist das wirklich so? Wenn ja, verändere ich dich dann, wenn ich dich heimlich beobachte? Wenn ich an deinen Lippen hänge, mir jede Bewegung deines schönen Mundes genaustens einpräge, wenn ich deinen Worten lausche, wenn meine Augen über deine schönen Gesichtszüge wandern... Veränderst du dich dann? Ich will nicht dass du dich veränderst. Ich liebe dich so wie du bist. Mit all den unzähligen Fehlern die du hast, ich liebe dich genau so. Ich will nicht dass du dich veränderst, weil du perfekt bist. Mit deinen unendlich vielen Fehlern bist du das perfekteste Wesen das mir je unter die Augen gekommen ist!

~~

Masa verabschiedete sich relativ früh von You und Gackt. Er müsse morgen früh raus, seinen Koi vom Flughafen abholen.

„Danach wollten wir zusammen was Frühstücken gehen. Kommt doch einfach mit! Dann lernt ihr ihn auch kennen!“

You nahm das Angebot auch in Gackt‘s Namen einfach an, dann ging Masa, nicht ohne Gackt im hinausgehen einen vielsagenden Blick zu zu werfen.

„Ich bring dich noch nach hause...“

„Okay, danke! War ein schöner Abend, hat mich gefreut Masa mal wieder zu sehen. Hat sich gut gemacht, auch wenn ich finde dass er etwas dünner geworden is, aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.....“

„You...ich liebe dich.“

You starrte ihn an. Gackt legte den Großteil seiner Konzentration in das sorgfältig akkurate Ausdrücken einer Zigarette und sah ihn nicht an als er diese Worte wie etwas völlig nebensächliches aussprach. You erschrak über sich selbst als er seine Antwort hörte...

„Ach, lass doch diesen sentimentalen Scheiß weg, wenn du mit mir schlafen willst, sag das einfach, dann kannst du jetzt noch mit zu mir kommen.“

Das hätte er nicht sagen dürfen! Das hatte er nicht sagen wollen, das war so falsch!

Gackt schluckte heftig. Er hatte nicht gewusst, wie sehr solche Worte schmerzen konnten. Er hatte ein Gefühl, als würde ihm jemand mit einem glühenden Pflock das Herz aufspießen. Und noch schlimmer, You war es, der das tat. Traurig sah er seinen besten Freund an, der offensichtlich über seine eigenen Worte erschrocken war.

„Ich....es....tut mir leid, You, ich.... hätte das gestern nicht sagen dürfen, das war falsch und gemein und....“

„Es hat weh getan, Camui. Sehr sogar. Und ich will nicht, dass du mir noch mal weh tust.“

„Ja, ich werde dich niemals wieder verletzen! Ich schwöre es, bitte glaub mir!“

Verzweiflung schwang in seiner Stimme mit, als er You‘s Hand in seine nahm und ihn eindringlich, fast flehend ansah.

„Bitte, ich liebe dich! Ich habe nicht nachgedacht, bevor ich geredet habe!“

„Und ich habe Angst davor, dass das öfter passieren könnte. Ich will nicht mehr verletzt werden, tut mir leid.“

In Gackt zerbrach in diesem Moment alles in einem Meer aus schreienden Schmerzen.

You schüttelte bedauernd den Kopf. Er küsste Gackt kurz auf die Wange, dann entzog er ihm seine Hand und verließ die Kneipe. Gackt blieb allein zurück, einsamer als er bisher jemals gewesen war.

Einsam, verlassen, allein.

Ohne You.

~~

Das Flugzeug hatte eine Stunde Verspätung, und so kam Masa mit seinem Koi auch erst dementsprechend spät in das Bistro in der Nähe des Flughafens. You und Gackt hatten den Tisch reserviert und hatten mit dem Frühstück trotz knurrender Mägen tapfer gewartet, um so größer war die Freude als Masa endlich kam.

„Hi! Sorry, der Flug hatte Verspätung, kann ausnahmsweise mal nix dafür.“

Ein schlanker Mann mit gelbem Anzug erschien hinter Masa, ein Stück Schokolade im Mund.

„Und außerdem musste hier ‚jemand‘ im Duty Free Shop noch vier Kilo Schokolade kaufen... Das hier ist mein Freund. Gackt, ihr kenn euch ja schon. Ah, Essen!“

Sie alle genossen das exquisite Frühstück und hatten eine Menge Spaß. Für Gackt war es einer der schönsten Tage seit langem, an den er sich auch noch gerne erinnerte, als alle anderen Erinnerungen mit den Jahren die noch folgen sollten langsam zu verblassen begannen.

Er lächelte You glücklich an und legte auch die andere Hand auf You‘s, die warm und weich seine umfasste.

~~~~~~~~~~OWARI~~~~~~~~~~

So! Das war‘s! Für alle die es nicht gemerkt haben, es ist ein Happy End! Zu erraten wer Masa’s Lover ist dürfte nicht schwer sein, zumindest für alle Malice Fans.

Gomen an alle Hyde Fans, weil ich ihn nicht mehr erwähnt habe. Hab keine Ahnung was ich da hätte schreiben sollen! Gehen wir einfach davon aus, dass er drüber weggekommen ist und glücklich mit was-weiß-ich-wem zusammen lebt. Oki?

Weil ich ihren Namen das letzte Mal falsch geschrieben habe, widme ich den letzten Teil ganz besonders Yusuka!

Und dann noch ChichiU, Jil und Kayleigh!

Vielen Dank an alle die den Schrott hier lesen und noch mehr danke an die, die Reviews geschrieben haben!

Es tanzt der Bär, es steppt die Kuh, das war‘s von hier, the big fat Sue!

Eure Sei-chan!

Boku wa kimi no Vanillaaaaa!